Planst du eine Reise nach Salzburg und fragst dich welche der Sehenswürdigkeiten ein Muss sind? Keine Sorge. Dafür bin ich da. Egal ob du bei der Free Walking Tour mitgehst oder die Stadt auf eigene Faust erkundest, Salzburg eignet sich hervorragend für unabhängiges Sightseeing.

Die Salzburger Altstadt lässt sich zu Fuß erkunden, es ist einfach die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu finden und obwohl die Stadt klein ist gibt es jede Menge zu tun. In diesem Artikel stelle ich dir die 15 wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Salzburg vor.

Wie viele Tage braucht man um Salzburg zu erkunden?

Ein Tag in Salzburg ist genug um die wichtigsten Orte zu besuchen. Falls du mehr Zeit hast, wird dir aber auch nicht Langweilig. In zwei oder drei Tagen könntest du die Altstadt im Detail kennen lernen und ein paar weniger bekannte Sehenswürdigkeiten besuchen.

Und falls du noch mehr Zeit hast solltest du Ausflüge zu den bekannten Plätzen in der Umgebung von Salzburg planen. Auch wenn ein paar Stunden genug sind um die Altstadt zu entdecken und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen, überleg dir länger zu bleiben falls du genug Zeit hast.

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Salzburg?

Diese Liste enthält die selben Sehenswürdigkeiten wie der gedruckte Stadtplan der Free Walking Tour Salzburg. Diese Liste ist in keinster Weise komplett. Sie enthält einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten sowie einige unserer persönlichen Favoriten. Einige davon sind weniger bekannt, aber keine dieser Sehenswürdigkeiten sind wirklich abseits der Touristenpfade. Sie sind die Touristen Attraktionen die bei einem Salzburg Aufenthalt nicht fehlen dürfen.

Die Reihenfolge in der ich dir diese Sehenswürdigkeiten präsentiere spiegelt nicht ihre Wichtigkeit wieder. Es ist die selbe Ordnung in der du diese Orte auf dem gedruckten Stadtplan findest, die Reihenfolge in der wir diese Orte auf der Walking Tour besuchen und eine Reihenfolge in der du diese Sehenswürdigkeiten während deiner Erkundung besuchen kannst.

1. Mozarts Wohnhaus

Auf der linken Seite des Flusses befinden sich die meisten wichtigen Sehenswürdigkeiten in der Salzburger Altstadt. Mozart wurde auch auf der linken Seite der Salzach, in der Getreidegasse, geboren, aber zog mit seiner Familie auf die rechte Seite des Flusses als er 17 Jahre alt war. Im Alter von 25, zehn Jahre vor seinem Tod, zog er nach Wien. Salzburg war zu klein für den ambitionierten Künstler. Sein Vater lebte bis zu seinem Tod in dem Haus am Makartplatz das als Mozart Wohnhaus bekannt ist.

Der Haupteingang des Mozart Wohnhauses

Auch wenn das Wohnhaus heute aussieht wie zu Mozarts Zeiten, birgt es ein Geheimnis. Während dem zweiten Weltkrieg wurde nämlich das halbe Haus von Bomben zerstört. Die zerstörte Hälfte wurde durch ein Bürogebäude ersetzt das erst am Ende des 20ten Jahrhunderts abgerissen wurde. Wenn du dir das Wohnhaus heute genau ansiehst, wirst du die weiße Linie zwischen der österreichischen Flagge und dem Mozart Wohnhaus Schild erkennen. Dort endet das alte Gebäude und das durch alte Pläne wiederaufgebaute Gebäude beginnt. Die rechte Seite des Gebäudes ist neu, während die linke Seite das originale Wohnhaus ist.

Beide Museen, das im Wohnhaus und das im Geburtshaus, würde ich empfehlen, falls du ein echter Mozartfan oder im Besitz einer Salzburg Card bist. Ansonsten ist es genug das historische Gebäude beim Vorbeigehen zu bemerken.

Mozarts Wohnhaus und der Mirabell Garten sind die einzigen wirklich bekannten Sehenswürdigkeiten auf der rechten Seite der Salzach. Daher kannst du Mirabell und das Wohnhaus ansehen bevor du den Fluss überquerst, falls du gerade vom Bahnhof kommst.

2. Schloss Mirabell and der Mirabell Garten

Schloss Mirabell wurde als eine Art Landsitz von Wolf Dietrich, einem der wichtigsten Erzbischöfe der Geschichte, für seine Geliebte und ihre 15 Kinder gebaut. Ich weiß. Erzbischof, Geliebte, Kinder. Ein Landsitz weil Mirabell als es am Ende des 16ten Jahrhunderts gebaut wurde noch außerhalb der Stadtmauern lag.

Die Do Re Mi Treppe und das Schloss Mirabell im Mirabell Garten

Das Schloss wie wir es heute sehen wurde nach einem Feuer 1818 wieder aufgebaut und auch der Garten wurde erst 100 Jahre nach Wolf Dietrich hinzugefügt. Historiker sind sich unsicher wie das Schloss ursprünglich ausgesehen hat.

Das einzige was du dir im Schloss ansehen kannst, ist der Marmorsaal. Er ist berühmt für Hochzeiten. Falls es keine Hochzeit gibt während du Mirabell besuchst, ist der Marmorsaal tagsüber offen und man kann ihn sich gratis ansehen. Geh einfach ins Schloss und die Treppe nach oben in den ersten Stock. Der Rest des Schlosses ist heute das Magistrat, also die Stadtverwaltung.

Daher geht es bei Mirabell mehr um den Garten, aber der Garten ist ein besonderer Ort in Salzburg. Nicht nur weil er einer er Hauptdrehorte des Filmes „The Sound of Music“ war sondern auch weil es viele Details zu entdecken gibt. Einen Zwergengarten, ein Heckentheater und ein Palmenhaus um ein paar zu nennen.

Mirabell ist nur 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof. Wenn du in Salzburg ankommst, kommst du entweder am Bahnhof oder am Mirabellplatz mit dem Bus vom Flughafen an. Daher bietet sich Mirabell als der Ausgangspunkt zum erkunden der Altstadt an. Jedenfalls beginnen alle unsere Guides dort.

3. Mozart’s Geburtshaus

Mozart’s Geburtshaus könnte die bekannteste Sehenswürdigkeit in Salzburg neben der Festung Hohensalzburg sein. Jeder weiß dass Mozart in Salzburg geboren wurde und Mozart war bereits lange vor „The Sound of Music“ bekannt. Das Geburtshaus befindet sich in der Getreidegasse, in der belebtesten Straße der Salzburger Altstadt.

Die wichtigste Sehenswürdigkeit in Salzburg ist Mozart's Geburtshaus

Die Getreidegasse ist der bekannteste Ort in Salzburg. Eine Einkaufsstraße die berühmt ist für ihre alten Schmiede-eisernen Zunftzeichen vor den Geschäften. Obwohl die meisten Geschäfte heute internationale Marken beherbergen, werden diese Zeichen nicht ersetzt. Die gesamte Altstadt auf der linken Seite des Flusses ist heute ein Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Strenge Regeln gelten um das Aussehen der Straße zu bewahren.

Das Geburtshaus an sich ist ein Haus wie alle anderen Häuser dort. Es gibt einen kleinen Platz vor dem Geburtshaus. Dieser ist während der Saison den ganzen Tag über mit Leuten gefüllt, die das gelbe Gebäude mit dem Supermarkt im Erdgeschoss fotografieren.

Das Museum in den oberen Stockwerken ist eines der meistbesuchten Museen der Welt. Im ersten Stock werden dabei die Wohnverhältnisse der Familie Mozart dargestellt, während der zweite Stock der Musik gewidmet ist und im dritten Stock, wo die Familie 26 Jahre lang gelebt hat, findest du Instrumente, Dokumente, Briefe und Portraits.

Wie bereits beim Mozart Wohnhaus erwähnt, empfehle ich das Innere des Geburtshauses zu besichtigen, falls du ein echter Fan bist oder eine Salzburg Card hast.

4. Universitätskirche

Die Universitätskirche, auch bekannt als Kollegienkirche, wurde als Teil der Universität um 1700 herum gebaut. Du hast vielleicht gehört, dass Salzburg für seine barocke Architektur bekannt ist. Die Universitätskirche ist eine dieser Barockbauten für die Salzburg bekannt ist.

Universitätskirche von Fischer von Erlach

Während der Salzburger Dom von Italienern gebaut wurde, wurde die Universitätskirche von einem österreichischen Architekten geschaffen. Fischer von Erlach war der selbe der das Schloss Schönbrunn, die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Österreichs, gebaut hat.

Er hat in Salzburg vier Kirchen gebaut von denen die Universitätskirche die letzte war. Weil Salzburg von Bergen umgeben ist, war der Platz in der Altstadt begrenzt. Tatsächlich war die Universitätskirche nicht nur die letzte der vier Kirchen von Fischer von Erlach sondern das letzte historische Gebäude in der Altstadt.

Diese Kirche ist keine von den überlaufenen Sehenswürdigkeiten in der Altstadt. Sie ist eine der einzigartigsten Kirchen die du besuchen könntest, vor allem von barocken Kirchen. Es gibt keine Bilder an den Wänden und auch keine Kirchenbänke. Die strahlend weißen Wände lassen das ganze noch eindrucksvoller erscheinen.

Ich rate dir dich auf eine der halb-schrägen Bänke zu legen um den Kirchenraum auf dich wirken zu lassen. Generell empfehle ich jede Kirche an der du in Salzburg vorbeikommst zu besuchen, egal ob du gläubig bist. Alle Kirchen sind gratis und die meisten beherbergen mehr Kunst als jedes Museum.

Vor der Universitätskirche gibt es einen Markt. Der sogenannte Grünmarkt ist der tägliche Markt in Salzburg. Er findet jeden Tag außer am Sonntag statt. Für einen authentischen Bauernmarkt müsstest du jedoch das Glück haben an einem Donnerstag in Salzburg zu sein. Donnerstag findet die Schranne am Mirabellplatz statt.

5. Festspielhaus

Direkt hinter der Universitätskirche befindet sich das kulturelle Herz von Salzburg. Die Salzburger Festspiele sind während einer Krise entstanden. In der Mitte des 19ten Jahrhunderts wurde Mozart wiederentdeckt, aber die ersten Festspiele fanden erst nach dem ersten Weltkrieg im Jahr 1920 statt.

Hofstallgasse und das Festspielhaus

Heute sind die Salzburger Festspiele das weltweit größte Festival für Klassische Musik. Mit 250.000 verkauften Tickets während der sechs Wochen im Juli und im August bestimmen die Festspiele die Stadt für diese Zeit jedes Jahr. Solltest du Salzburg im Juli und im August besuchen musst du wissen, dass viel mehr los ist als während dem Rest des Jahres und dass Unterkünfte teurer sind.

Wir nennen sogar das Gebiet in dem sich das Festspielhaus befindet den Festspielbezirk. Man kann sich die Salzburger Festspiele aber nicht wie jedes andere Festival vorstellen. Tickets sind teuer und die beliebtesten Opern sind bereits am Anfang des Jahres ausverkauft. Während dem Jahr gibt es keine Konzerte und selbst wenn es Konzerte gibt finden sie hinter verschlossenen Türen statt.

Du könntest elegant gekleidete Menschen vor und nach den Vorstellungen am Platz vor dem Festspielhaus sehen, aber gratis Konzerte gibt es nur in Form von Aufnahmen oder Live Übertragungen auf der Leinwand am Kapitelplatz.

Das Festspielhaus besteht aus drei Teilen. Zwei davon sind aus dem 20ten Jahrhundert und wurden für die Festspiele gebaut während der älteste Teil ursprünglich die Hofreitschule des Erzbischofs war. Falls du „The Sound of Music“ gesehen hast, was unwahrscheinlich ist da der Film im deutschsprachigen Raum weniger bekannt ist, hast du die Felsenreitschule bei dem Konzert am Ende des Filmes gesehen. Die Felsenreitschule war nicht nur im Film sondern die Trapp Familie ist auch im echten Leben dort aufgetreten bevor sie vor den Nazis geflüchtet sind.

Falls du gerne das Innere des Festspielhauses sehen würdest, ist die einzige Möglichkeit eine geführte Tour. Ich würde dir diese Tour jedoch empfehlen. Sie wäre in der Salzburg Card inkludiert und falls du keine Salzburg Card hast kostet die Tour auch nur ein paar Euro. Diese Touren finden jeden Tag um 14 Uhr statt.

6. Das Kloster Sankt Peter

Das Kloster Sankt Peter ist der Ort wo Salzburg gegründet wurde. Salzburg wurde im Jahr 696 vom bayerischen Bischof Rupert gegründet. Er hat Salzburg als Kloster gegründet und dieses Kloster war bis heute durchgehend aktiv. Es ist daher das älteste Kloster im deutschsprachigen Raum.

Innenraum der Kirche von Sankt Peter in Salzburg

Du kannst das innere des Klosters nicht besuchen. Nur die beiden Höfe zwischen dem Festspielhaus und der Kirche von Sankt Peter, aber du kannst die Kirche und den Friedhof besuchen und beide sind ein Muss.

Falls du meiner vorherigen Empfehlung gefolgt bist und die Universitätskirche besucht hast, findest du jetzt heraus warum ich die Universitätskirche als einzigartig bezeichnet habe. Sankt Peter ist das Gegenteil. Schwach beleuchtet und übersät mit Gold und Gemälden ist diese Kirche das Juwel der Salzburger Kirchen.

Die Kirche von Sankt Peter vereint Jahrhunderte der Kunstgeschichte.

In der Ecke neben dem Eingang zur Kirche findest du zwei weitere Eingänge. Über dem rechten Eingang siehst du die Nummer 803. Das Restaurant von Sankt Peter zu dem der Eingang führt behauptet das älteste Restaurant Europas zu sein.

Der linke Eingang ist der Eingang zum Friedhof von Sankt Peter der tatsächlich einer der ältesten Friedhöfe Europas ist. Bereits als sich die Christen in ansiedelten wurde dieser Ort als Friedhof verwendet.

Der Friedhof könnte dir auch bekannt vorkommen, falls du „The Sound of Music“ gesehen hast. Der Friedhof von Sankt Peter sollte der Ort sein an dem sich die Familie Trapp nach dem Konzert versteckt. Allerdings durften die Produzenten des Filmes nicht am Friedhof filmen und so haben sie ihn in Hollywood nachgebaut.

Die Höhlen die du auf der Seite des Berges siehst werden Katakomben genannt. Es sind jedoch keine Katakomben im herkömmlichen Sinn. Historiker glauben die ersten Christen haben diese Höhlen als Rückzugsort für ihre Gebete genutzt. Hier empfehle ich auch die Katakomben nur zu besuchen, falls du im Besitz einer Salzburg Card bist, da der Eintritt damit gratis ist. Bis vor den Eingang solltest du aber in jedem Fall gehen, da du dort das Grab von Mozarts Schwester findest.

Wenn du von der Kirche kommend durch den Friedhof gehst, kannst du dich entweder links oder rechts halten. Wenn du rechts gehst kommst du zur Festungsbahn während du links die älteste Bäckerei Salzburgs und ihr Mühlrad findest.

7. Franziskanerkirche

Nicht nur die Benediktiner leben im Kloster von Sankt Peter, sondern auch Franziskaner. Diese Franziskaner hatten, seit sie um 1600 nach Salzburg gekommen sind, ihre eigene Kirche.

Turm der Franziskanerkirche in Salzburg

Die Franziskanerkirche wurde jedoch schon viel früher gebaut. Man nimmt an, dass ihr Geschichte ins 8te Jahrhundert zurückführt und dass diese Kirche sogar schon gebaut wurde bevor der Dom 774 zum ersten Mal geweiht wurde.

Deshalb vereint die Franziskanerkirche, wie die Kirche von Sankt Peter, Jahrhunderte der Kunstgeschichte. Die Franziskanerkirche ist eine meiner vier Lieblingskirchen in Salzburg und eine der Sehenswürdigkeiten die man gesehen haben muss.

Du findest den Eingang der Franziskanerkirche auf der Westseite des Gebäudes. Der Seiteneingang, wenn man von Sankt Peter kommt, ist im Normalfall geschlossen.

Genau wie das Benediktinerkloster, kann das Kloster der Franziskaner nicht von innen besichtigt werden. Manchmal öffnen die Franziskaner jedoch ihren Garten. Der Eingang befindet sich neben dem Kreuz auf der linken Seite, wenn man die Kirche verlässt. Unzählige verschiedene Planzen wachsen dort im Sommer. Sollte die Tür offen sein, schau hinein!

8. Salzburger Dom

Die katholische Kirche hat Salzburg regiert. Genauer gesagt haben Erzbischöfe Salzburg regiert und die Kathedrale ist die Kirche des Erzbischofs. Daher ist der Salzburger Dom die wichtigste Kirche in einer Stadt voller Kirchen.

Salzburger Dom

Ganz zu schweigen von der imposanten Barockarchitektur und der Tatsache, dass Mozart dort getauft wurde und dort aufgetreten ist. Der Salzburger Dom hat fünf Orgeln die man manchmal in Konzerten hören kann. Außerdem wurden die Erzbischöfe in der Krypta im Keller beerdigt wo man heute auch eines der modernen Kunstwerke der Salzburg Foundation besichtigen kann.

Falls du nur eine Kirche in Salzburg besuchst, lass es den Dom sein! Jetzt, im Jahr 2020, ist der Eintritt noch immer gratis. Am Eingang befindet sich eine Person mit einer Spendenbox, aber diese Spende ist freiwillig.

Der Salzburger Dom verdient seine eigene Führung, aber in diesem Artikel findest du mehr Gründe warum der Dom eine Must-See Sehenswürdigkeit darstellt.

9. Festung Hohensalzburg

Als das Wahrzeichen von Salzburg ist die Festung meiner Meinung nach die wichtigste Sehenswürdigkeit. Sie dominiert das Stadtbild, aber bietet auch die besten Aussichten auf die Stadt und ihre Umgebung. Von der Altstadt kann man die Alpen nicht sehen, da der Mönchsberg, einer der beiden Stadtberge, die Sicht versperrt. Von der Festung sieht man, jedoch die gesamte Umgebung und damit auch die höheren Berge.

Die Festung Hohensalzburg über der Salzburger Altstadt

Wenn es nur eine Sehenswürdigkeit gibt für die du Eintritt bezahlst, lass es die Festung sein. Hinaufwandern ist die günstigere Option, aber die Festungsbahn bringt dich bequem nach oben. Ob du die Bahn nimmst oder lieber zu Fuß gehst ist dir überlassen, aber die Bahn macht Spaß. Und nocheinmal. Die Salzburg Card lohnt sich, wenn du die Festung und noch eine oder zwei Sehenswürdigkeiten besichtigen möchtest.

In der Festung gibt es Museen, Aussichtsplatformen, ein Restaurant, eine Kirche und mehr. Besuch auf jeden Fall alle drei Aussichtsplatformen! Jede davon bietet eine etwas andere Perspektive.

Falls du knapp bei Kasse bist und kein Geld ausgeben willst, geh gleich nachdem die Festung zusperrt zu Fuß nach oben. Die Museen schließen, wenn die Festung schließt, aber das gesamte Gebäude bleibt noch ein oder zwei Stunden offen und es gibt eine kleine Tür die man nur von innen öffnen kann. Daher kann man solange bleiben wie man will. Das funktioniert am besten im Sommer, weil die Festung dann lange vor dem Sonnenuntergang offiziell schließt.

10. Stift Nonnberg

Du hast es erraten. Zumindest falls du „The Sound of Music“ gesehen hast. Der Stift Nonnberg ist das Kloster vom Film. Die Abtei Nonnberg bietet aber noch mehr. Nonnberg wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts vom Heiligen Rupert, dem Gründer der Stadt Salzburg, gegründet und ist das älteste aktive Nonnenkloster der Welt.

Der Stift Nonnberg und die Kirche des Klosters

Nonnberg ist das Kloster zu Beginn des Films, wenn die Nonnen singen. Im wirklichen Leben haben Maria und der Kapitän in der Nonnberger Kirche geheiratet, aber im Film fand die Hochzeit in Mondsee, im Seengebiet und nicht in der Abtei statt.

Die Abtei ist für Besucher geschlossen, aber du kannst die Kirche besuchen. Wenn du ein Frühaufsteher bist, würde ich das Nonnengebet um 6.45 Uhr empfehlen. Die meisten Nonnen leben in Klausur und verlassen das Kloster nie. Deshalb kann man sie während des Gebets und des Gesangs nicht sehen, sondern nur hören.

Ich halte Nonnberg nicht für ein absolutes Muss, aber es ist ein besonderer Ort. Nur wenige Touristen finden ihren Weg nach oben. Um zur Abtei zu gelangen, nimmst du entweder die Nonnbergstiege hinauf oder nimmst den Weg zur Festung. Am Weg zur Festung biegst nach etwa 100 Metern rechts ab, und gehst geradeaus weiter anstatt weiter auf dem Weg zur Festung zu bleiben..

11. Neue Residenz

Wolf Dietrich baute die neue Residenz im Rahmen der Neugestaltung der Stadt. Wolf Dietrich war der Erzbischof, der den Mirabellpalast errichtete. Erinnerst du dich? Der mit den 15 Kindern.

Der Glockenturm der neuen Residenz

Erst 100 Jahre später, um das Jahr 1700 wurde der neuen Residenz der Glockenturm hinzugefügt. Das Glockenspiel spielt dreimal täglich um 7, 11 und 18 Uhr. Wenn du zum Residenzplatz gehst, um die Glocken zu hören und sie beginnen nicht gleich zu läuten, keine Sorge! Sie sind immer fünf Minuten zu spät.

Wenn du mehr über das Glockenspiel erfahren möchtest habe ich hier einen Artikel darüber und über die Möglichkeit einer Glockenspieltour geschrieben. Das ist kein Muss, aber ich bin Fan vom Glockenspiel und von diesen Touren.

Gegenüber der neuen Residenz befindet sich die alte Residenz, die ab dem 12. Jahrhundert die Residenz des Erzbischofs war. Daher wird der Platz zwischen den beiden Gebäuden als Residenzplatz bezeichnet.

Jede Veranstaltung in Salzburg findet hier und / oder vor dem Dom statt. der Rupertikirtag, der Weihnachtsmarkt oder die Eröffnung der Festspiele.

Mitten auf dem Residenzplatz befindet sich der größte Barockbrunnen nördlich der Alpen. Vielleicht kommt dir auch der aus „The Sound of Music“ bekannt vor.

Die Residenz selbst ist nur interessant, wenn du Museen magst oder eine Salzburg Card hast. Die neue Residenz beherbergt das Salzburger Museum, das älteste Geschichtsmuseum der Stadt. Ich bin ein großer Fan des Salzburger Museums und empfehle das Museum jedem, der mehr über die Geschichte der Stadt erfahren möchte. Außerdem ist es ein Muss, wenn du eine Salzburg Card hast. Das Salzburger Museum ist wie alle anderen Museen auch in der Karte enthalten. Wenn du die Karte hast, geh durch, auch wenn du dich nicht für Museen interessierst!

12. Alte Residenz

Wie die neue Residenz ist auch die alte Residenz als Museum und für den geschichtlichen Hintergrund des Gebäudes interessant.

Die alte erzbischöfliche Residenz in Salzburg

Die alte Residenz des Erzbischofs in Salzburg Dieses Gebäude ist jedoch viel größer. Die alte Residenz stammt aus dem 12. Jahrhundert. Damals diente das Gebäude bereits als Residenz des Erzbischofs. Sie wurde mehrmals erweitert und umgebaut. Wenn du die Franziskanerkirche besucht hast, warst du auch neben der neuen Residenz. In der Franziskanerkirche befinden sich Fenster, durch die der Erzbischof die Messe besuchen konnte, ohne seine Residenz zu verlassen.

Das Museum in der alten Residenz wurde 2014 eröffnet und nicht wie das Salzburger Museum bereits vor über 150 Jahren. Das Domquartier umfasst die Residenzgalerie und die Prunkräume und ermöglicht den Zugang zu Bereichen des Domes und des Sankt-Peters-Klosters, die sonst nicht betreten werden konnten.

Besonders sehenswert sind diese exklusiven Bereiche des Domes und die Aussicht von der Terasse auf den Dombögen.

Wenn du jedoch überhaupt nicht an Museen interessiert bist oder kein Geld ausgeben möchtest, reicht es aus, das Gebäude wahrzunehmen, zu wissen, was es war und warum wir unseren Hauptplatz Residenzplatz nennen.

13. Mozartplatz und die Mozartstatue

Der Mozartplatz ist der Ort an dem man ein Selfie machen möchte. Ein Selfie zusammen mit Salzburgs berühmtestem Sohn Wolfgang Amadeus, auch wenn wir nicht glauben, dass Mozart tatsächlich so aussah.

Die Mozartstatue am Mozartplatz

Lange bevor „Sound of Music“ verfilmt wurde, war Salzburg bereits für Mozart berühmt. Der Mozart-Mythos in Salzburg begann 50 Jahre nach seinem Tod in der Mitte des 18. Jahrhunderts.

50 Jahre nach Mozarts Tod beschloss Salzburg, ihm ein Denkmal zu errichten. Der Mozartplatz hiess damals St. Michaels-Platz und es gab einen Brunnen für den Heiligen Michael. Für die meisten Menschen war der Heilige wichtiger als Mozart. Die meisten Menschen waren dagegen, den Heiligen Michael durch Mozart zu ersetzen.

Die Statue wurde dennoch gebaut, aber erst zum 51. Todestag von Mozart fertiggestellt, da während des Baus ein römisches Mosaik gefunden wurde. Du findest eine Replik des römischen Mosaiks auf dem Boden auf der rechten Seite, wenn du der Statue gegenüberstehen.

Die Statue wurde im Beisein der beiden Söhne Mozarts eingeweiht. Es fand ein dreitägiges Fest statt. Damals wurde nicht nur die klassische Musik wiederentdeckt und die ursprüngliche Idee eines Musikfestivals geboren, sondern kluge Geschäftsleute erkannten auch, dass man mit Mozart Geld verdienen konnte.

Deshalb ist er heute überall zu finden.

Randnotiz: Ein Ort, der ebenfalls als Muss erwähnt werden sollte, ist der alte Markt. Dort befindet sich das älteste Kaffeehaus Salzburgs, Tomaselli, und die Fürst Konditorei, wo die Original Mozartkugeln erfunden wurden. An dem alten Markt, dem „Alten Markt“, kommst du ohnehin irgendwann vorbei. Er verbindet alle Hauptplätze mit der berühmten Getreidegasse und dem Universitätsplatz.

14. Mozartsteg

Es gibt noch viele weitere Sehenswürdigkeiten auf der linken Seite der Salzach, in der eigentlichen Altstadt, aber wir haben die wichtigsten besucht. Jetzt ist es an der Zeit, den Fluss wieder zu überqueren und ein Gebiet zu erkunden, das weniger bekannt ist als Mirabell und Mozarts Wohnsitz, aber nicht weniger bedeutend.

Mozartsteg Fußgängerbrücke über die Salzach

Der Mozartsteg ist eine Fußgängerbrücke und verbindet die beiden Seiten des Flusses am Mozartplatz.

Warum ich diese Brücke mag und warum ich den Mozartsteg zu den Sehenswürdigkeiten die man gesehen haben muss zähle? Im Falle des Mozartstegs ist es eine persönliche Vorliebe. Er ist eine der Lieblingssehendwürdigkeiten eines Einheimischen in einer Stadt voller Touristen.

Der Mozartsteg wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut. Haben Sie den Eiffelturm schon einmal persönlich oder auf einem Bild gesehen? Natürlich haben Sie ihn gesehen. Der Mozartsteg ist aus der gleichen Epoche und im gleichen Stil. Aus dem Jugendstil. Jetzt, wo Sie das wissen, ist die Ähnlichkeiten bestimmt offensichtlich.

Wissen Sie, wer den Bau des Mozartstegs bezahlt hat? ein Cafebesitzer auf der rechten Seite des Flusses. Die Bevölkerung der rechten Seite war ärmer als die der erzbischöflichen Seite. Dieser Cafebesitzer wollte mehr Besucher mit Geld anziehen.

Der Bau der Brücke kostete aber auch viel Geld. Seine glorreiche Idee war es deshalb, eine Maut zu erheben. Das winzige Haus auf der linken Seite des Flusses, in dem heute das Café „We love coffee“ untergebracht ist, war die Mautstelle. Übrigens ist der Kaffee dort ausgezeichnet, wenn man einen Koffeinschub braucht. Für die besten Cafés in Salzburg, lesen Sie diesen Artikel! Und last but not least möchte ich Ihnen nicht vorenthalten, dass der Mozartsteg auch im Sound of Music vorkam.

Falls Sie den Mozartsteg vom Mozartplatz aus überquert haben, finden Sie den Weg in die Steingasse! Die Steingasse erreichen Sie, indem Sie die Straße einige Meter nach links überqueren und dann sofort wieder rechts abbiegen, um zum Fuß des Berges zu gelangen. Die Steingasse ist das beste Beispiel für ein einfacheres Leben auf der rechten Seite des Flusses.

15. Sebastiansfriedhof

Sankt Sebastian unterscheidet sich von allen anderen Orten auf dieser Liste. Von allen hier aufgeführten Orten könnte es mein Lieblingsort sein.

Das Grab der Familie Mozart auf dem Sebastiansfriedhof in Salzburg

Nicht, dass ich Friedhöfe mag, aber ich mag den Sebastiansfriedhof. Es ist ein friedlicher Ort. Tief in der Geschichte verwurzelt. Architektonisch und künstlerisch bedeutsam, aber trotzdem bei der Mehrheit der Touristen unbekannt.

Wenn man genug über Salzburg liest findet man den Friedhof, jedoch auf jeden Fall. Immerhin wurden Mozarts Vater und Mozarts Witwe sowie Wolf Dietrich, der Erzbischof mit den 15 Kindern, dort beigesetzt. Das Mausoleum in der Mitte des Friedhofs ist das Grab von Wolf Dietrich.

Ich empfehle, die ganze Runde in den Arkaden in Ruhe zu gehen und die Stille zu genießen. Zwischen dem Eingang und dem Mausoleum befindet sich das Familiengrab von Mozart.

Und pass auf! Manchmal ist der Haupteingang geschlossen. Besonders im Winter. Falls der Haupteingang geschlossen ist, geh um das Gebäude herum und such den Eingang im Bruderhof neben dem Institut Sankt Sebastian! Frag jemanden, wenn du unsicher sind!

Fazit

Diese Liste von Sehenswürdigkeiten, die man in Salzburg unbedingt sehen sollte, ist eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl, aber bei weitem nicht vollständig. Sie umfasst die meisten touristischen Sehenswürdigkeiten, sowie einige Favoriten eines lokalen Fremdenführers und einige weniger bekannte Attraktionen. Viele dieser Orte besuchen wir im Rahmen unserer Free Walking Tour, aber selbst wenn du auf der Tour warst, solltest du sie alle noch einmal besuchen, um sie sich genauer anzusehen.

Du kannst diese sehenswerten Orte in der Reihenfolge besuchen, in der ich sie hier vorgestelle oder diese Liste dazu benutzen, die Orte auf deinem Spaziergang durch die Stadt abzuhaken. Die Entfernungen in Salzburg sind kurz, und ich würde es vorziehen, mich zu verirren, anstatt mir allzu viele Gedanken über Sehenswürdigkeiten zu machen. Lass dich von der Stimmung und der umgebenden Natur inspirieren.

Wie geht es weiter?

Möchtest du an einer geführte Tour entlang dieser Sehenswürdigkeiten teilnehmen? Dann sieh dir den Kalender der Free Walking Tour und finde heraus ob unsere Führungen im Moment verfügbar sind. Oder hättest du gerne einen echten Stadtplan dieser Attraktionen in der Altstadt auf dem du auch Empfehlungen zu Restaurants und Cafes findest? Falls du an einer unserer Touren teilnimmst, wirst du den Stadtplan sowieso bekommen. Sollten unsere Touren nicht verfügbar sein oder du nicht teilnehmen können oder wollen, lies diesen Artikel über den Stadtplan um herauszufinden wo du einen gratis Stadtplan abholen kannst. Ist dir dieser Liste von Sehenswürdigkeiten nicht genug der Führung? Hättest du gerne einen genauen Plan um deine Zeit in Salzburg zu planen? Zuerst möchte ich anmerken, dass Sightseeing in Salzburg einfach ist. Einfacher als in den meisten anderen Städten. Die Sehenswürdigkeiten sind sehr nah beieinander, alles ist zu Fuß erreichbar, es gibt keine Touristen-fallen und solange du dich bei Mirabellgarten, in der Getreidegasse und in der Nähe des Domes aufhältst, findest du die meisten Sehenswürdigkeiten durch Zufall.

Solltest du aber einen genauen Plan und mehr nützliche Tipps sowie Restaurant und Cafe-Empfehlungen wollen, findest du hier eine Plan für Salzburg an einem Tag und hier einen Artikel über die besten Restaurants in Salzburg und was welche Gerichte man probieren sollte.

Fragen? Ich würde sie gerne beantworten!

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